Aus der Komfortzone, die x-te

Wildworldtour,  Salzburg nach Wien

Ostersonntag.

Zu dem Zeitpunkt, an dem ich das schreibe, sitze ich in einem Zug. Man kann Fahrräder mitnehmen,  und es gibt sogar Fahrradsicherungen. Aber das Ganze sieht dann so aus:

Will sagen: Das Rad steht im Weg.
Selbst ohne Gepäck. Zehn Minuten vor Abfahrt ist der Zug gähnend leer, aber ich kann nicht anders: Ich habe dennoch die Bilder unseres Vorortzuges zur Rush hour vor Augen. Es wird voll werden. Menschen werden sich an dem Rad verletzen. Schlimmer noch: Menschen werden das Rad verletzen!

Der nächste Grund zum Flattern ist, dass Irina gesagt hat, man könne Tickets im Zug lösen. (Wenn man will, lässt sich ja immer was zum Flattern finden.) Also sitze ich ohne Fahrkarte im Zug. Ich glaube Irina, so grundsätzlich. Aber ich bin auch ordentlich und gründlich dahingehend sozialisiert, dass man Züge Nie. Ohne. Fahrkarte. Besteigt.
Nie.

Wir werden sehen.
Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man mich aus dem Zug wirft. Bis das geschieht, freue ich mich auf Wien.
Freut ihr euch morgen auf meinen Beitrag: Wien in 75 Eissorten.

(Nachtrag: Manchmal lohnt es sich nicht, zu flattern. Der Schaffner kam gerade. An seinem Revers steckt ein Button: »Carl, Quality Coach«. Er zeigt mir, wie man das Fahrrad richtig sichert (es steht danach noch mehr im Weg). Er verkauft mir ein Ticket. Er bringt mir einen Kaffee. Und er erklärt mir unaufgefordert, wie ich ein günstigeres Ticket kaufen kann. Für Carl wäre das schnöde Wort Schaffner definitiv eine totale Untertreibung.)

(Nachtrag 2: Seit ich aus Regensburg weggefahren bin, hat sich der Rechner kein einziges Mal ausgeschaltet. Kein einziges Mal. Sausack, der.)

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