Kasimir

Als meine Lieblingsnicola am Wochenende mit ihrer Familie hier war, kamen endlich mal wieder ein paar der schönen Kinderbücher zum Einsatz, die wir haben.
Und mir kam in den Sinn, dass sich der oder die eine oder andere von euch vielleicht freut, wenn ich euch davon erzähle.

Es gibt so Bücher, die man irgendwann entdeckt und sich in sie verliebt, nur um dann festzustellen, dass sich eine Menge anderer Menschen auch in sie verliebt haben und dass es eigentlich ein Wunder ist, dass sie so lange an einem vorbeigehen konnten.
So ging es mir mit den Kasimir-Büchern.
Das erste entdeckte ich bei einer Freundin, als mein Sohn drei war: Kasimir tischlert
Ich las es mit meinem Sohn, und fortan war es um mich geschehen. Ich musste das Buch auch haben. Von da an brachte meine Mama jedes Mal, wenn sie uns besuchen kam, ein neues Kasimir-Buch mit.

Denn der fleißige Biber Kasimir kann vieles. Er kann tischlern, backen, malen und weiße Bohnen pflanzen. In jedem der Kasimir-Bücher wird in klarer und einfacher, aber nicht zu kindlicher, Sprache beschrieben, wie das geht, was Kasimir gerade tut. Dazu gibt es detaillierte Zeichnungen. Wir haben nach Kasimirs Anleitung Fahrrad geflickt und weiße Bohnen gepflanzt. Und die Kinder haben, obwohl die offizielle Altersempfehlung ja lautet „4 bis 5 Jahre“ noch mit 8 und 9 sehr gern als Elternüberraschung den Kasimirkuchen gebacken. Der ist sehr lecker. 🙂
Ach so, nähen kann Kasmir auch. Die Schürzen, die wir nach dem Buch genäht haben, gibt es heute noch – auch wenn sie inzwischen fast zu klein sind.

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Besonders gelacht haben wir über Kasimirs kleinen Freund Frippe, der eines Tages eine Reparaturwerkstatt eröffnet, in der leider alles irgendwie anders wird als geplant. Was habe ich mich wiedererkannt in dem großen Biber Kasimir, der manchmal mit großen Augen leicht panisch hinter seiner Zeitung hervorlugt, während Frippe glücklich vor sich hin werkelt! Das wichtigste Buch für Eltern fünfjähriger Bastler, das es gibt. Finde ich.

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Und die Bilder sind so schön!
Kasimir sieht aus wie… naja, wie ein echter Biber eben. Dennoch kann man an den feinfühlig gezeichneten Bildern jedes seiner Gefühle ablesen, wenn seine Arbeiten gut geraten oder misslingen. Immer wieder sind Kleinigkeiten in den Bildern versteckt, die auch Erwachsene zum Schmunzeln bringen.

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(Bildquelle: Wikipedia)

Der lateinische Name für die Gattung Biber ist übrigens  Castor. Deswegen heißt Biber Kasimir im schwedischen Original auch Castor.

Ein Kommentar

  1. Oh ja, wunderbar! Und ihr habt sogar die Schürzen genäht – ich bin begeistert. Die Bücher sind wo wundervoll, ich freu mich immer schon im Zug zu euch, sie gleich vorzulesen :). Die nächste Anschaffung ist dann wohl eine Nähmaschine.

    🙂
    nica

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